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HIV.NET 2007 774 Seiten, PDF, 8 MB Download Nachrichten HAART Klinik Medikamente Kongressberichte Mailing-Liste
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Vom 14.-16. März finden in Berlin die 12. Münchner AIDS Tage statt - eine Vorschau
Hamburg, 26.02.2008 -
In den letzten Monaten ist viel passiert in der HIV-Medizin. Mit dem ersten Integrasehemmer
Raltegravir, dem Korezeptorantagonisten Maraviroc und dem Kombinationspräparat Atripla wurden
innerhalb von wenigen Wochen gleich drei Medikamente für die Behandlung HIV-infizierter
Patienten zugelassen - eine Situation, die es seit 1996 nicht mehr gegeben hat. Kliniker müssen
nun rasch vertraut werden mit diesen Substanzen, müssen lernen, sie optimal bei ihren Patienten
einzusetzen. Aber auch abseits neuer HIV-Medikamente hat sich viel getan. Therapieleitlinien wurden
maßgeblich modifiziert. Einige Substanzen, ohne die HAART viele Jahre nicht denkbar war,
verschwinden zusehend. Der optimale Therapiebeginn scheint sich zudem zunehmend in Richtung eines
früheren Beginns zu verschieben. Aber ist es wirklich schon wieder "time to hit hard and
early"? Wissen wir wirklich genug über Langzeitnebenwirkungen? Müssen ältere
Patienten anders behandelt werden als jüngere? Brauchen wir wirklich Leitlinien? Und, nicht
zuletzt, die wichtigste Frage: Wie verlaufen die Wege zur Heilung? Diese aktuellen therapeutischen
Fragen werden, soviel ist sicher, auch auf den 12. Münchner-AIDS-Tagen, diesmal zu Gast in
Berlin, sehr kontrovers diskutiert werden. Aber auch die Diagnostiker haben ihr Arsenal mehr und mehr verfeinert. Mit
CD4-Zellen und Viruslast ist es nicht mehr getan. Resistenz-, Tropismus-, oder pharmakogenetische
Tests sind heute aus dem Therapiealltag nicht mehr weg zu denken. Sie werden ebenso diskutiert
werden wie die Probleme der HIV-Schnelltests, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wie in der Vergangenheit werden aber auch bei den diesjährigen Münchner
AIDS Tagen nicht nur Ärztinnen und Ärzte zu Wort kommen. Die Themenauswahl und
-Bearbeitung bleibt bewusst interdisziplinär. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der
Therapie, Sexualität, Suchtverhalten, die Probleme von Migranten oder von Menschen, die aus den
klassischen Geschlechts-Rollenzuordnungen ausbrechen (Transgender), aber auch Themen wie
Menschenrechte, Abschiebung, Strafvollzug, Verelendung werden ausreichend Raum gegeben. Nicht zuletzt stellt die Prävention einen wichtigen Schwerpunkt dieses
Kongresses dar. Es scheint angesichts der steigenden Infektionszahlen immer klarer, dass auf diesem
Gebiet neue und ungewöhnliche Wege beschritten werden müssen. Die
Prä-Expositionsprophylaxe (PREP) ist dabei nur ein Ansatz. In der Abschlussveranstaltung
Preventive Prime Time Topics) werden führende Forscher und Referenten zu den neuen Wegen der
Prävention Stellung nehmen. Das aktuelle Programm der Münchner AIDS Tage findet sich unter: http://www.m-i-c.de/mic/veranstaltungen/87
3801.php
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Wichtiger Hinweis für die Leser
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