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Wie der Teufel hinter der armen Seele

von Bernd Sebastian Kamps

Cagliari, 25. September 2002 - Seit Jahren sehen wir dem bunten Treiben zu, mal amüsiert, mal irritiert, immer generös:

HIV.NET-Texte werden geklaut, das geht auf keine Kuhhaut. Die jüngste Episode? Kaum war der Buchbeitrag von Thore Lorenzen im HIV.NET veröffentlicht, schon gab's - noch am selben Tag - den Text auf einem anderen deutschen Site. Nicht umgeschrieben, umgestellt, umformuliert, umgebogen, nein: In der 1:1-Version, ganz HIV.NET-O-Ton und mit mangelhafter Quellenangabe!

Wer mit Begeisterung schreibt und sich im Internet zu Hause fühlt, fragt sich fassungslos: Was soll dieser Quatsch? Warum machen Menschen Internet-Seiten, wenn sie nicht wissen, wie Internet funktioniert? Warum Inhalte doppelt und dreifach darstellen, wenn es Links gibt? Warum überhaupt auf den eigenen Teller packen, was andere gekocht haben? Wer erlaubt so viel Faulheit? Und warum den Mund aufmachen mit dem Brei anderer, wenn man selbst nichts zu sagen hat?

Doch wozu das viele Fragen. Mit dem Kopieren ist jetzt Schluss. Der Grund:

Das neue HIV.NET-Buch gibt konkrete Therapieempfehlungen und Dosierungsanleitungen. Falls wir die Texte verändern möchten (neue Empfehlungen, Streichen nicht mehr zeitgemäßer Passagen, Fehlerkorrektur etc.), müssen wir in der Lage sein, alle nicht mehr aktuellen Textversionen ein für alle Mal aus dem Internet zu entfernen. Würden dann noch Kopien der alten Texte durchs Internet geistern, hätten wir Stunden damit zu tun, irgendwelche Webmaster zu informieren. Und dazu haben wir keine Lust und keine Zeit.

Um dem vorzubeugen, noch einmal an dieser Stelle: Es ist verboten, die Texte des neuen HIV.NET-Buches auf anderen Internet-Seiten darzustellen. Wir werden dahinter her sein. Sein müssen. Wie der Teufel hinter der armen Seele.

BSK



 

 
     
 

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