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AZT/3TC versus DDI/D4T

Paris, 12. August 2000 - Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von einem "Dear Doctor"-Brief von Bristol-Myers-Squibb an amerikanische Ärzte, in dem Ergebnisse einer vergleichenden Kopf-an-Kopf-Studie erwähnt werden. Geprüft wurden bei 756 naiven Patienten die Kombinationen

  • AZT+3TC+Nelfinavir und
  • DDI+D4T+Nelfinavir

Untersuchungen nach 48 Wochen sprächen für eine bessere virologische Ansprechrate der AZT/3TC-Kombination. 59% der Patienten hätten zu diesem Zeitpunkt eine Viruslast unter 400 Kopien/ml, 47% unter 50 Kopien. Die signifikant schlechteren Daten der DDI/D4T-Gruppe: 50% bzw. 34%.

Auf den ersten Blick scheinen diese Ergebnisse für eine Überlegenheit der AZT/3TC-Kombination zu sprechen. Da DDI in der Studie einmal täglich dosiert wurde, leitet die Herstellerfirma von DDI aus den Ergebnissen die Empfehlung ab, DDI künftig wieder zweimal täglich einzunehmen und von der unlängst zunehmend praktizierten Einmalgabe abzukommen. Letztere solle jenen Patienten vorbehalten bleiben, für deren Therapieführung eine Einmalgabe notwendig erscheine (z. B. drogenabhängige Patienten).
 

 
     
 

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