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Schlechtere Saquinavir-Pharmakokinetik im Laufe der Behandlung?

Cagliari, 8. August 2000 - Die Pharmakokinetik von Saquinavir verschlechtert sich möglicherweise nach mehreren Monaten Behandlung. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung an 6 Patienten, die jetzt in AIDS veröffentlicht wurde.

Untersucht wurden Patienten, die eine stabile Kombinationstherapie mit 3TC/D4T + Saquinavir 2x400 mg + Ritonavir 2x400 mg erhielten. Die erste pharmakokinetische Untersuchung wurde 4 bis 12 Monate nach Therapiebeginn (median: 7) durchgeführt, die vergleichende, zweite Untersuchung, 9 bis 15 Monate später (median: 10).

Bei der zweiten Untersuchung waren AUC sowie maximale und minimale Plasmakonzentration bei 5 der 6 Patienten deutlich niedriger als bei der ersten Untersuchung. Im Median betrug der prozentuale Abfall der AUC 33% (Bereich: -53% bis 21%). Die maximale Plasmakonzentration fiel im Median von 1384 auf 1009 ng/ml (medianer Rückgang in Prozent: -40%; Bereich -62% bis +34%), die minimale Plasmakonzentration im Median von 400 auf 259 ng/ml (medianer Rückgang in Prozent: -30%; Bereich -79% bis +11%). Die Pharmakokinetik von Ritonavir war hingegen unverändert.

Die Autoren empfehlen Plasmaspiegelbestimmungen und eventuell Dosisanpassungen bei Patienten, die mit Saquinavir behandelt werden.

Literatur: Elisabeth H. Gisolf, Rolf P.G. van Heeswijk, Richard W.M. Hoetelmans and Sven A. Danner Decreased exposure to saquinavir in HIV-1-infected patients after long-term antiretroviral therapy including ritonavir and saquinavir AIDS 2000, 14: 801-5.
 

 
     
 

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