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Lebensbedrohliches Syndrom nach D4T

Paris, 5. August 2000 - In sehr seltenen Fällen scheint unter einer D4T-Behandlung (Handelsname: Zerit) eine lebensbedrohliche Komplikation mit Laktatazidose, hepatischer Steatose und Myopathie aufzutreten. Das Syndrom wird gerade in den Annals of Internal Medicine für vier Patienten beschrieben, die D4T 3 bis 15 Monate lang erhalten hatten.

Die Autoren berichten, daß die Patienten bei Aufnahme eine schwere Laktatazidose und erhöhte Transaminasenwerte hatten. In der CT fand sich eine fettige Infiltration der Leber. Bei zwei Patienten ergab eine Muskelbiopsie den Befund einer mitochondrialen Myopathie.

Alle Patienten seien nach einem "komplizierten Krankenhausaufenthalt" (Intensivstation) wieder genesen. Da die Symptome zunächst unauffällig und unspezifisch sein können, empfehlen die Autoren Transaminasenkontrollen in Abständen von 3 bis 4 Monaten bei Patienten, die D4T erhalten. Bei erhöhten Werten seien engere Kontrollen wünschenswert sowie eine Bestimmung von Serumlaktat, Pankreas- und Muskelenzymen.

Eine lebensbedrohliche Laktatazidose mit hepatischer Steatose war bisher nach Behandlung mit AZT und DDI beobachtet worden.

K.D. Miller, M. Cameron, L.V. Wood, M.C. Dalakas, and J.A. Kovacs Lactic Acidosis and Hepatic Steatosis Associated with Use of Stavudine: Report of Four Cases Ann Intern Med. 2000;133:192-196.

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