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Nachrichten zur Übersicht Resistente HIV-Stämme bei therapienaiven Patienten Bonn, 24. Juni 2000 - Bei US-Patienten, die in den Jahren 1996 bis 1999 serokonvertierten, scheinen in einem beträchtlichen Prozentsatz Virusstämme anzüchtbar zu sein, die resistent gegen eine der drei gängigen Medikamentenklassen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI), Protease-Inhibitoren (PI) und/oder Nichtnukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) sind. Dies geht aus einer Untersuchung von Militärpersonal an mehreren US-Stützpunkten hervor (San Diego, Washington, Portsmouth, San Antonio). Von 97 Patienten mit US-typischer Herkunftsverteilung (44% "Kaukasier", 40% Afroamerikaner, 10% Hispanics) hatten 21 Patienten (22.1%) Virusstämme mit eindeutiger oder möglicher Resistenz (definiert als Vorliegen sekundärer Resistenzmutationen) in der genotypischen Analyse und 27 (29.2%) in der phänotypischen Analyse. Am häufigsten waren Resistenzen gegen NNRTI (Beispiel: Efavirenz, Sustiva®; Nevirapin, Viramune®), die genotypisch bei 15% von 95 Patienten und phänotypisch bei 26% von 91 Patienten nachgewiesen wurden. Eine Resistenz gegen NRTI (Beispiel: AZT, DDI, D4T etc.) wurde bei 4% in der genotypischen und bei 8% in der phänotypischen Untersuchung gesehen. 10% der Patienten zeigten eine genotypische und 1% eine phänotypische Resistenz gegen Protease-Inhibitoren. Resistenzen gegen zwei oder drei Medikamentenklassen wurden nur bei vereinzelten Patienten beobachtet. Die Autoren folgern, daß bei therapienaiven Patienten mit Resistenzen dann gerechnet werden sollte, wenn in der jeweiligen Patientengruppe die Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten weitverbreitet ist. In diesem Fall ist die Notwendigkeit von Resistenzprüfungen vor Beginn der Therapie zu prüfen.
Wegner SA, et al.
Prevalence of genotypic and phenotypic resistance to anti-retroviral drugs in a cohort of therapy-naïve HIV-1
infected US military personnel.
AIDS 2000; 14:1009:1015
Abstract
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Wichtiger Hinweis für die Leser
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