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Nachrichten 1999 zur Übersicht Efavirenz im Liquor wirksam Bonn, 15. September 1999 - Werbeaussagen der Firma weisen darauf hin, für HIV-Therapeuten bereits eine Selbstverständlichkeit: Efavirenz gehört zu den ZNS-gängigen antiretroviralen Medikamenten. Die Daten über die Wirksamkeit im Liquor wurden jetzt im Journal of Infectious Diseases veröffentlicht [1]. Bei 10 Patienten, die Efavirenz in der üblichen Dosierung von 600mg/d einnahmen, wurden Konzentrationsbestimmungen im Liquor durchgeführt. Dabei lag die Konzentration von Efavirenz mit einem Mittel von 35,1 nM über der IC95 (3nM). Der Liquor-Plasma-Quotient betrug 0,61. Bei neun Patienten wurde auch die HIV-RNA bestimmt. Acht von ihnen waren unter der Nachweisgrenze. Der HIV.NET-Kommentar: Efavirenz ist liquorgängig und wirkt so auch im ZNS. Da die Patienten Kombinationstherapien einnahmen, ist zwar nicht eindeutig festzulegen, welches der Medikamente letzendlich für die Virussuppression verantwortlich war. Daß Efavirenz nicht wirken sollte, wäre aber kaum vorstellbar. Auch sind naturgemäß kaum Aussagen zur Pharmakokinetik von Efavirenz im Liquor möglich (die Punktionen wurden morgens, d.h. 12h nach der Einnahme von Efavirenz) durchgeführt. Auch hier ist aber von einer Analogie zu der langen Halbwertszeit im Plasma auszugehen. Es ist generell wichtig, sich die ZNS-Gängigkeit der Medikamente in Erinnerung zu rufen: Die Erfolge der antiretroviralen Therapie sollten die Notwendigkeit eines liquorgängigen Partners in der antiretroviralen Kombination nicht vergessen lassen!
Literatur
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Wichtiger Hinweis für die Leser
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