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Nachrichten 1999 zur Übersicht 1st International Workshop on Adverse Drug Reactions and Lipodystrophy in HIV, June 26-28, San Diego Heute von Stefan Mauss, Düsseldorf San Diego, 7. Juli 1999 - Vom 26.-28. Juni 1999 fand in Rancho Bernardo, San Diegoder erste internationale Workshop zu unerwünschten Medikamentenwirkungen und der HIV-assoziierten Lipodystrophie statt. Anwesend waren gut 200 Ärzte, Wissenschaftler, HIV-Aktivisten und Vertreter der Pharmaindustrie um aktuelle Erkenntnisse zu diskutieren und eine vorläufige Definition des Lipodystrophie-Syndroms zu erarbeiten. HIV-assoziierte Lipidstörungen Carl Grunfeld, San Francisco gab eine Übersicht über die bekannten Lipidveränderungen, die im Zusammenhang mit einer HIV-Infektion auftreten können. Bereits in den 80er Jahren fielen Hypertriglyceridämien und eine Erniedrigung des HDL-Cholesterins auf. Von den lipidbindenden Proteinen, die für den Transport der Fette im Blut verantwortlich sind, waren das LDL-bindende Protein, Apo A-Lipoprotein und Apo B-Lipoprotein erniedrigt. Mit fortschreitender HIV-Infektion nahm in der Regel die Hypertriglyceridämie und der Abfall der des HDL-Cholesterins zu. Die Höhe der endogenen Interferonspiegel korrelierte mit mit der Höhe der Triglyceridspiegel. Nach Beginn einer HIV-Therapie fielen sowohl die Interferon-, als auch die Triglyceridspiegel. Interessanterweise hat das Wasting-Syndrom keine speziellen Auswirkungen auf den Fettstoffwechsel. Anders verhält es sich für mit HIV-Protease-Inhibitoren therapierte Patienten insbesondere, wenn Sie ein Lipodystrophie-Syndrom entwickeln. Hier findet sich oft ein Anstieg des die Gefäßverkalkung fördernden LDL-Cholesterins. Grunfeld übertrug die Fettstoffwechseldaten einiger Lipodystrophiestudien in die Algorithmen der Framingham-Studie, einer berühmten amerikanischen Langzeitbeobachtung zur Untersuchung von Stoffwechselrisiken. Nach diesen Risikoabschätzungen liegt laut Grunfeld die Wahrscheinlichkeit, durch eine Protease Inhibitor-induzierte Fettstoffwechselstörung einen Herzinfarkt zu erleiden, deutlich unter den Risiken durch Rauchen, Bluthochdruck oder Diabetes mellitus. Zusammen mit der deutlichen Reduktion der AIDS-Sterblichkeit durch eine Therapie mit HIV-Proteaseinhibitoren hält Grunfeld eine antiretrovirale Therapie mit Proteaseinhibitoren derzeit für gerechtfertigt.
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