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AIDS-Epidemie im südlichen Afrika außer Kontrolle

Frankfurt, 11. Mai 1999 - AIDS ist mittlerweile die häufigste Todesursache in Afrika, verantwortlich für etwa 20% aller Todesfälle. Weltweit sterben mehr Menschen nur an Herzerkrankungen, zerebralen Durchblutungsstörungen und akuten Atemwegserkrankungen. Dies geht aus dem Jahresbericht der WHO hervor (The World Health Report 1999 [1]), der heute veröffentlicht wurde.

Bernhard Schwartländer, Epidemiologe bei UNAIDS, betonte kürzlich in einem Interview, daß die AIDS-Epidemie vor allem in den Ländern des südlichen Afrika "außer Kontrolle sei". In Ländern wie Botswana, Namibia, Swaziland und Zimbabwe sind schon jetzt mehr als 25% der Erwachsenen HIV-positiv. Unter jungen Menschen wird zudem eine "Feminisierung" der Erkrankung beobachtet. Dies betrifft Länder, in denen 60% der Neuinfektionen bei jungen Menschen gesehen werden. Auf eine Infektion unter jungen Männern kommen dort zwei Infektionen unter jungen Frauen.

Materialien
1. WHO. The World Health Report 1999: http://wwwstage.who.int/whr/1999/


 

 
     
 

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