![]() |
Home
Geschichte
|
HIV
Medicine
Wer ?
Was ?
FMI
|
Flying
Publisher
|
|
HIV.NET 2007 Nachrichten HAART Klinik Medikamente Kongressberichte Mailing-Liste
|
Nachrichten 1999 zur Übersicht Der Thymus funtioniert noch beim Erwachsenen. Chance für eine echte Immunrekonstitution bei der HIV-Erkrankung? Köln, 27. Januar 1999 - Ist eine sogenannte Immunrekonstitution unter HAART möglich? Das heißt: Ist es möglich, daß die Defizite in der Immunabwehr, die im Laufe einer langjährigen HIV-Infektion entstanden sind, wieder "wettgemacht" werden? Lange Zeit schien es so, als sei die Beeinträchtigung des Immunsystems nicht wieder gutzumachen. Jetzt gibt es erste Hinweise dazu, daß das Immunsystem sich unter einer wirksamen antiretroviralen Therapie langsam wieder erholen könnte. Kommentar der HIV.NET-Redaktion Seit der Erkenntnis, daß der Thymus das entscheidende Organ für die Generierung immunkompetenter T-Zellen ist, die das immunologische Repertoire des Indivuums widerspiegeln (was die Fähigkeit meint, auf neu eindringende Bakterien, Viren und andere Antigene eine Immunantwort zu bilden), war die Frage offen, wann genau dieses Repertoire entsteht bzw. ob auch beim Erwachsenen noch die Entstehung einer neuartigen Immunantwort möglich ist. Das T-Zellrezeptorrepertoire (vereinfacht vorgestellt, ist jeweils ein T-Zellrezeptor für ein mögliches Antigen passend) bildet sich bereits in der Kindheit und umfaßt ca. 100 Millionen verschiedene Rezeptoren. Neu im Thymus gebildete T-Zellen wandern als naive" T-Zellen aus dem Thymus aus und besiedeln die lymphatischen Organe, wo sie für Immunreaktionen bereitstehen. Anatomisch-pathologische Untersuchungen hatten gezeigt, daß der Thymus beim Erwachsenen sich zurückbildet ( "Involution"), was den Schluß nahelegte, daß dies gleichbedeutend mit dem Verlust der Thymusfunktion im Alter sei. Diese Studie beschreibt erstmals eine Methode, die es erlaubt, thymushergeleitete T-Zellen von denen zu unterscheiden, die in der Peripherie" des Körpers, z.B. im lymphatischen Gewebe, durch alleinige Vermehrung des vorhandenen Zellpools entstehen. In diesem Fall würde der Anstieg von CD4+ T-Zellen unter HAART in erster Linie eine quantitative Vermehrung der schon vorhandenen Zellen darstellen und keine Erweiterung des immunologischen Repertoires. Die in dieser Studie erhobenen Ergebnisse sprechen jedoch dafür, daß unter HAART eine echte Erholung des Immunsystems stattfinden kann. Arbeiten anderer Arbeitsgruppen haben gezeigt, daß die Wiederherstellung von Immunantworten gegen HIV-Antigene nur bei Patienten möglich war, die während der frühen Phase der Infektion bzw. in der Phase der Serokonversion mit HAART behandelt wurden. Patienten mit bereits länger bestehender HIV-Infektion hatten dagegen unter HAART keine Regeneration der HIV-spezifischen Immunantwort gezeigt. [2] Die Entdeckung, daß der Thymus auch beim Erwachsenen, noch aktiv an der Regeneration von T-Zellen beteiligt ist, läßt die Hoffnung aufkommen, daß es doch möglich sein könnte, auch bei diesen Patienten erneut eine Immunantwort gegen HIV zu induzieren. Weiterführende Literatur |
Nature 1998;396:690-5.
17. Dezember 1998
Abstract
Science 1997;278:1447-50.
21. November 1997
Abstract
AIDS 1998;12:2155-9.
12. November 1998
Abstract
J Clin Invest 1998;101:2301-8.
1. Juni 1998
Abstract
Antiviral Res 1998;39:163-73.
Abstract
Semin Immunol 1997;9:397-404.
Abstract
J Acquir Immune Defic Syndr Hum Retrovirol 1998;18:95-109.
1. Juni 1998
Abstract
|
Wichtiger Hinweis für die Leser
|
||||