![]() |
Home
Geschichte
|
HIV
Medicine
Wer ?
Was ?
FMI
|
Flying
Publisher
|
|
HIV.NET 2007 Nachrichten HAART Klinik Medikamente Kongressberichte Mailing-Liste
|
Nachrichten 1998 zur Übersicht HIV und dilatative Kardiomyopathie Bonn, 22. Oktober 1998 - In der aktuellen Ausgabe des NEJM berichten Giuseppe Barbaro et al. fuer die italienische Studiengruppe Gruppo Italiano per lo Studio Cardiologico dei Pazienti affetti da AIDS über die Inzidenz von dilatativer Kardiomyopathie bei HIV-Infizierten [1]. Damit werden erstmals Ende der 80er Jahre gemachte Beobachtungen ueber eine Assoziation von HIV mit Herzerkrankungen bestaetigt und erweitert. In einer grossangelegten prospektiven Studie entwickelten von 952 HIV-positiven Patienten (CDC II, NYHA I) während des 5jährigen Beobachtungszeitraumes 76 Patienten (=8%) eine dilatative Kardiomyopathie (dann NYHA III oder IV). Die Inzidenz bei Patienten mit weniger als 400/µl Helferzellen war dabei groesser als bei Patienten mit CD4-Zellzahlen >400/µl. Ein wesentlicher Grund fuer die Kardiomyopathie scheint eine Myokarditis zu sein: Bei 63 der 76 Kardiomyopathie-Patienten lag eine Myokarditis vor (=83%). Bei 58 Patienten wurde HIV-Nukleinsaeure in den Myozyten nachgewiesen. 36 dieser 58 Patienten hatten eine aktive Myokarditis, wobei 6 Coxsackievirus B-, 2 CMV- und 1 EBV-Koinfektion vorlagen. Moeglicherweise verursacht das HI-Virus die dilatative Kardiomyopathie durch direkte Wirkung auf das Myokard oder durch die Ausloesung von Autoimmunprozessen.
Kommentar der HIV.NET-Redaktion:
Besonders bedeutsam ist aber, dass Barbaro et al. in Erinnerung rufen, dass gerade die oft jungen, herzgesunden Patienten sorgfaeltig aerztlich ueberwacht weren sollten, damit das Auftreten einer Kardiomyopathie oder anderer kardiovaskulaerer Abnormalitaeten rechtzeitig bemerkt und therapiert werden kann.
Literatur
|
|
Wichtiger Hinweis für die Leser
|
||||