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Nachrichten 1998
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Häufigkeit 3TC-bedingter Kreuzresistenzen

Frankfurt, 11. Juni - Eine Mutation an Codon 184 der Reversen Transkriptase (RT), die während einer Behandlung mit 3TC auftritt, geht allein nur selten mit einer Kreuzresistenz gegen die RT-Inhibitoren DDC, DDI, D4T und Abacavir einher. Entsprechende Daten stellt Veronica Miller von der Frankfurter Universitätsklinik in der letzten Ausgabe der Zeitschrift AIDS (1998; 12: 705-712) vor.

Die Empfindlichkeitsuntersuchungen wurden mit dem sogenannten Antivirogram® bei 181 Patienten durchgeführt, die im Median 34 Monate lang AZT und 12 Monate lang 3TC erhalten hatten. 63% der Patienten hatten außerdem andere RT-Inhibitoren erhalten. 84% der Virusstämme aus den insgesamt 255 Plasmaproben waren gegen 3TC resistent.

17.2% der Proben waren gegen DDC, 9.0% gegen DDI und 6.3% gegen D4T resistent. Eine Kreuzresistenz war deutlich häufiger, wenn neben der 3TC-Resistenz auch eine AZT-Resistenz vorhanden war.

In einer Untergruppe von 27 Proben wurde eine 4- bis 8fache Verminderung der Empfindlichkeit gegen Abacavir gemessen.

Die Autorin schließt die Diskussion mit der Bemerkung, "daß wir trotz des Vorhandenseins einer M184V-Mutation annehmen würden, daß die Mehrzahl der HIV-Stämme von 3TC-behandelten Patienten gegen Kombinationen, die DDI+D4T oder Abacavir enthalten, empfindlich bleiben."


 

 
     
 

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