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Ritonavir und eingeschränkte Leberfunktion

Frankfurt, 5. März - Protease-Inhibitoren werden im wesentlichen in der Leber abgebaut, und ihr Einsatz bei Patienten mit leichter bis gemäßigter Einschränkung der Leberfunktion kann daher theoretisch problematisch sein.

In einer Untersuchung an 12 HIV-positiven Patienten wurde nun festgestellt, daß schon bei leichten klinischen und/oder biochemischen Zeichen einer Leberfunktionseinschränkung die AUC von Ritonavir (Handelsname: Norvir®) im Durchschnitt um 40% und die maximale Serumkonzentration um 27% erhöht ist. Alle Patienten hatten entweder eine Hepatitis B oder C. Der Abbau von Ritonavir ist bei diesen Patienten offensichtlich verlangsamt.

Die Autoren schlagen daher vor, bei Patienten, die eine eingeschränkte Leberfunktion haben, eine Reduktion der Ritonavir-Dosis in Betracht zu ziehen (z. B. auf 2 x 500 mg, in Einzelfällen auch niedriger).


Abstract 359
Ritonavir Pharmacokinetics in HIV-Infected Patients with Underlying Hepatic Disease


 

 
     
 

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