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Isoniazid

von BSK & CH

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180-Tage-Literatur

Handelsnamen: z. B. Isozid comp®, Tebesium®

Medikamentenklasse: Tuberkulostatikum.

Hersteller: Isoniazid wird von verschiedenen Herstellern angeboten.

Indikation: Kombinationsbehandlung der Tuberkulose.

Prophylaktische Behandlung bei Tuberkulinkonversion.

Dosierung: Täglich 1 x 200 bis 300 mg (4 bis 5 mg/kg, maximal 300 mg) oral, nur in schweren Fällen i.v. während der ersten beiden Therapiewochen. Zur Prophylaxe von peripheren Neuropathien einmal täglich 100 mg Pyridoxin oral. In Isozid comp® ist Pyridoxin in der Dosierung von 20 mg pro 100 mg Isoniazid enthalten.

Dosierung bei Kindern: Täglich 1 x 6 (bis 10) mg/kg, maximal 300 mg.

Nebenwirkungen: Toxische Hepatitis, häufiger bei älteren Patienten, bei Lebererkrankungen und bei Alkoholabusus. Periphere Neuropathie! In ausgeprägten Fällen Isoniazid absetzen und mehrere Wochen Therapie mit Pyridoxin und Vitamin B12. Psychosen, ZNS-Symptome. Fieber, Ausschlag, Übelkeit, Erbrechen, Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie.

Hinweise/Warnungen: Kontraindikationen sind akute Hepatitis sowie die Anamnese einer INH-induzierten Hepatopathie bzw. ausgeprägter fieberhafter Reaktionen, ferner periphere Neuropathie, Makrohämaturie.

Bei Patienten, die mit Carbamazepin oder einem Hydantoinpräparat behandelt werden, muss die Dosierung dieser Medikamente eventuell angepasst werden. Interaktionen mit Barbituraten, Cycloserin, Theophyllin, Phenytoin und Rifampicin, deren Dosis wegen ZNS-Störungen gegebenenfalls reduziert werden muss.

Herabgesetzte Absorption bei gleichzeitiger Gabe Aluminium-haltiger Antazida.

Keine Kombination mit D4T, DDI (PNP-Risiko), Vorsicht mit Alkohol.

Zunächst zweiwöchentlich Blutbild, Transaminasen, Bilirubin, Nierenfunktion kontrollieren. Isoniazid absetzen bei Transaminasen-Anstieg auf über das 3-fache des Ausgangswertes sowie Symptomen; bei Anstiegen um das 5-fache auch ohne Symptome.

Internationale Informationsquellen:

Arzneimittel-Kompendium der Schweiz: Handelsname: Rimifon, http://hiv.net/link.php?id=180.

Literatur:

1. Benator D, Bhattacharya M, Bozeman L, et al. Rifapentine and isoniazid once a week versus rifampicin and isoniazid twice a week for treatment of drug-susceptible pulmonary tuberculosis in HIV-negative patients: a randomised clinical trial. Lancet 2002, 360: 528. http://amedeo.com/lit.php?id=12241657

2. Casado JL, Moreno S, Fortun J, et al. Risk factors for development of tuberculosis after isoniazid chemoprophylaxis in HIV-infected patients. Clin Infect Dis 2002, 34:386-389. http://amedeo.com/lit.php?id=11753825

3. Gurumurthy P, Ramachandran G, Hemanth Kumar AK, Rajasekaran S, Padmapriyadarsini C, Swaminathan S et al. Malabsorption of rifampin and isoniazid in HIV-infected patients with and without tuberculosis. Clin Infect Dis 2004; 38: 280-3. http://amedeo.com/lit.php?id=14699462

4. Scholten JN, Driver CR, Munsiff SS, Kaye K, Rubino MA, Gourevitch MN et al. Effectiveness of isoniazid treatment for latent tuberculosis infection among human immunodeficiency virus (HIV)-infected and HIV-uninfected injection drug users in methadone programs. Clin Infect Dis 2003; 37: 1686-92. Epub 2003 Nov 17. http://amedeo.com/lit.php?id=14689352


 
 
     
 

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