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Rhodokokken 2005 von Gerd Fätkenheuer und Christian Hoffmann Rhodococcus equi (früher Corynebakterium equi) ist ein sporenloser, gram-positiver, intrazellulärer Erreger, der ubiquitär sowohl in der Luft, im Wasser und im Erdboden vorkommt. R. equi wurde auf allen Kontinenten und als Pathogen zuerst in jungen Pferden gefunden. Bereits 1986 wurde der erste Fall eines AIDS-Patienten beschrieben (Samies 1986). In einer Fallsammlung von 78 HIV-Patienten waren überwiegend Patienten mit weniger als 50 CD4-Zellen/µl betroffen (Capdevila 1997). Rhodokokken verursachen schwere granulomatöse oder auch abszedierende Pneumonien, gelegentlich auch disseminierte Infektionen. Rhodokokken werden am besten in Sputum- und Blutkulturen nachgewiesen (Torres-Tortosa 2003). Im Sputum werden die coryneforme Bakterien allerdings häufig mit diphteroiden Keimen der Mundflora verwechselt. Hauptsymptome sind Fieber, Dyspnoe und unproduktiver Husten (Capdevila 1997). Röntgenologisch zeigen sich häufig Kavernen in den Oberlappen (Marchiori 2005). Erythromycin, Ciprofloxacin, Rifampicin oder Vancomycin sind wirksam. Die Substanzen werden zum Teil auch kombiniert. Die Therapie ist jedoch schwierig und führt selten zu einer Ausheilung (Plum 1997), so dass bei den mitunter ausgedehnten Kavernen auch chirurgische Maßnahmen erforderlich werden können. Die Prognose ist eher ungünstig. Wieviel die HAART daran ändert, wird noch kontrovers beurteilt (Sanz-Moreno 2002, Torres-Tortosa 2003).
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