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Kokzidioidomykose (Coccidioides immitis) 2005 von Gerd Fätkenheuer und Christian Hoffmann Die Schimmelpilz-Infektion mit Coccidioides immitis tritt endemisch im Südwesten der USA auf (Review: Galgiani 2005). Bei Patienten, die sich in diesen Regionen aufgehalten haben, sollte man an die Erkrankung denken. Schon der Verdacht muß dem Laborpersonal mitgeteilt werden, da eine hohe Infektionsgefahr besteht. Die Sporen werden inhaliert, primär befallen ist die Lunge (Pappagianis 1993). Etwa 1-3 Wochen nach Exposition kommt es zu einem Pneumonie-ähnlichen Krankheitsbild mit Fieber, Husten, Brustschmerzen und Krankheitsgefühl. Bei Immunkompetenten heilt die Infektion, die oft auch symptomatisch verläuft, meist folgenlos aus. Gelegentlich bleiben Kavernen zurück. Disseminierte Kokzidioidomykosen über Lunge und Hiluslymphknoten hinaus (zum Beispiel chronische Menigoenzephalitiden) kommen fast nur bei deutlich immunsupprimierten Patienten mit weniger als 250 CD4-Zellen/µl vor (Ampel 2001). Sie sind AIDS-definierend. In der prä-HAART-Ära war die Prognose schlecht. In einer Analyse von 602 Patienten mit disseminierter Kokzidioidomykose betrug die Mortalität nach einem Jahr 63 % (Jones 1995). Sowohl Amphotericin als auch Azole wirken (Hernandez 1997), sie sollten u.U. kombiniert werden (Ampel 2005). Detaillierte Empfehlungen für unterschiedliche Situationen (meningeale oder disseminierte Fälle müssen intensiver behandelt werden) finden sich bei Galgiani 2005. Fluconazol sollte als Erhaltungstherapie hochdosiert gegeben werden (400 mg). In den letzten Jahren deutet sich an, dass die Erkrankung durch HAART seltener wird und dass die Erhaltungstherapie bei CD4-Zellen über 250/µl und initial nur pulmonalem Befall abgesetzt werden kann. Bei meningealer Beteiligung wird allerdings weiter eine lebenslange Therapie empfohlen (Woods 2000, Ampel 2001, Galgiani 2005).
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Wichtiger Hinweis für die Leser
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