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Grundlagen 2006

von Bernd Sebastian Kamps

1. Einleitung

2. Die Epidemie

3. Übertragungswege

4. Sehr seltene oder untaugliche Übertragungswege

5. Der natürliche Verlauf der HIV-Infektion

6. CDC-Klassifikation

7. Epidemiologie

8. Fazit

9. Literatur


Einleitung

Mehr als 25 Jahre sind vergangen seit dem Beginn der AIDS-Epidemie. Ein Vierteljahrhundert, in dem die Medizin den ersten Etappensieg gegen die Pandemie erzielt hat. AIDS - im letzten Jahrhundert noch ein Todesurteil - hat in den wohlhabenden Ländern die Aura des unwiderruflich Fatalen verloren. Und da die Zeit voranschreitet und die Erinnerung an die Endzeitstimmung der 80er Jahre verblasst, gibt's Sex mancherorts selbst dort ungeschützt, wo man sich vor Jahren noch bedeckt hielt. Entsprechend steigt die Inzidenz von Syphilis und anderen Geschlechtskrankheiten, entsprechend steigen die Neuinfektionen mit HIV.

Immerhin: Wenn schon die Menschen nicht vernünftiger werden, so macht wenigstens die Medizin Fortschritte. Heute, 11 Jahre nach der Einführung der HAART, kommt erneut Bewegung in die Behandlung der HIV-Infektion. Eine wirksame HIV-Therapie gibt es nun schon für eine einzige Pille am Tag - vor 10 Jahren waren das noch bis zu 15 Tabletten. Außerdem wird sich vermutlich schon in den nächsten zwei Jahren (siehe HAART-Kapitel) das Spektrum der HIV-Medikamente um zwei Medikamentenklassen erweitern. Für HIV-infizierte Menschen ist dies Grund für verhaltenen Optimismus, für nicht-infizierte Menschen kein Grund zur Entwarnung. Sicher, man stirbt heute nicht an HIV wie vor 20 Jahren. Genauso sicher ist: Es lebt sich einfacher ohne die Notwendigkeit einer HIV-Therapie. Wer HIV-negativ ist, sollte versuchen, es dabei zu belassen.

Weiter: 1.2 Die Epidemie



 

 
     
 

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