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zur Einleitung

Fazit

von Bernd Sebastian Kamps

HIV ist nicht so leicht übertragbar wie Grippeviren. Das macht die Prophylaxe einfacher. Wer HIV nicht will, kann sich schützen und wird - von seltenen Ausnahmen abgesehen - nicht infiziert. Bei der nächsten Grippepandemie wird es diesen individuellen Schutz nicht geben: Während einer nur mittelschweren Pandemie würden in nur einem Jahr soviele Menschen sterben wie an HIV und AIDS in 25 Jahren.

Hat AIDS den Umgang mit der Sexualität verändert? Ohne Zweifel ja. Werden sich in Endemiegebieten Verhaltensnormen verändern? Vermutlich. Wird es weniger Sex geben vor der Ehe? Wird gar eine restriktivere Sexualmoral selektiert, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes? Nicht auszuschließen.

Wohin läuft die globale Epidemie? In desaströsen Dimensionen auf dem afrikanischen Kontinent, in relativ kontrollierten Bahnen in den reicheren Ländern mit einer begrenzten HIV-infizierten Population.

Wird AIDS behandelbar? AIDS ist bereits behandelbar, jedenfalls in den wohlhabenden Ländern, die sich eine flächendeckende HAART leisten können. Jenseits dieser protegierten Wohlstands-Oasen war lange Zeit Wüste, und erst seit einigen Jahren gibt es Anzeichen dafür, dass HAART langfristig kein Privileg reicher Länder bleiben muss (siehe Literaturliste: "Consensus Statement on Antiretroviral Treatment for AIDS in Poor Countries").

Die wahrlich phänomenalen Fortschritte, die die Medizin in den letzten 25 Jahren auf dem Gebiet der HIV-Medizin gemacht hat - man formuliere es noch einmal ganz langsam, Wort für Wort: "Die Behandelbarkeit einer lebensbedrohlichen, chronischen Viruserkrankung" - sind ein brilliantes Kapitel der modernen Schulmedizin. Die folgenden gut 800 Seiten berichten davon im Detail.

Weiter: 1.9 Literatur



 

 
     
 

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